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Unterschiedliche Methoden und Techniken beim Coaching

Heutzutage sind vor allem Führungskräfte, aber auch Arbeitnehmer gezwungen ihre Leistungen immer weiter zu verbessern, effizienter zu werden und sich an alle Veränderungen beruflich als auch privat in kürzester Zeit anzupassen. Ganz wichtig ist es, gerade für Menschen, die einer neuen Aufgabe gegenüberstehen, die eigenen Leistungen und Fähigkeiten zu hinterfragen und sich auf unbekannte Aufgaben entsprechend vorzubereiten. Neben der klassischen Fort- und Weiterbildung stellt das Coaching eine wichtige Säule dar, um die eigenen Lern- und Leistungsprozesse zu optimieren.   Das Coaching als Instrument der persönlichen Weiterentwicklung zur Erhaltung und Steigerung der Leistungsfähigkeit bietet eine Vielzahl von Trainings- und Beratungskonzepten. Es gibt allgemeine gehaltene Coachings, die z. B. den Vorgesetzten bei seiner Tätigkeit als Führungskraft individuelle Fähigkeiten zur Kommunikation im beruflichen Alltag oder bei der Mitarbeiterführung aufzeigen. Andere Coaching Angebote sind speziell auf bestimmte Branchen ausgerichtet, z. B. auf die Gesundheitsbranche.

Methoden, Techniken und Tools beim Coaching

Allen gemeinsam ist, dass eine Vielzahl von Methoden und Tools zum Einsatz kommen kann. Welche genau gewählt werden, kommt zum einen darauf an, mit welchem Methodenkoffer der Coach arbeitet, und zum anderen auf die persönliche Situation des Teilnehmers. Zur Verfügung für ein Coaching stehen z. B. folgende Methoden:
  • Gesprächstechniken (z. B. Aktives Zuhören, zirkuläre Fragen)
  • Fragetechniken, Feedbackinstrumente (z. B. Johari-Fenster)
  • Entscheidungsfindungsmethoden
  • Persönlichkeitsanalysen
  • Karriereanalysen
  • Reflexionsanregungen

Gesprächstechniken

Das aktive Zuhören stellt eine Kommunikationstechnik dar, bei dem der Berater als Zuhörer durch die gefühlsbetonte (affektive) Reaktion auf seinen Gesprächspartner dessen inneren Zustand und die Empfindungen seines Gegenübers entschlüsselt, der sich nur indirekt sprachlich und nicht-sprachlich (nonverbal, also über die Körpersprache) mitteilt. Der Teilnehmer fühlt sich in seiner Firma nicht anerkannt und sagt z. B.: „Ich weiß nicht, nach welchen Kriterien in dieser Firma jemand befördert wird“ (verschlüsselte Botschaft). Er sagt nicht, dass er sich eigentlich bei der Beförderung übergangen fühlt. Der aktive Zuhörer entschlüsselt die Botschaft und sagt ihm: „Du fühlst dich übergangen“.

Fragetechniken / Systemisches Denken

Der Mensch als Individuum wird in der systemischen Beratung als komplexes System verstanden, das mit anderen Systemen (Menschen) weitere bildet; eine Familie gilt dabei als ein Zusammenschluss verschiedener Systeme. Gleiches gilt auch für ein Unternehmen mit Mitarbeitern, die ebenso wie die Mitglieder einer Familie miteinander in ständiger Wechselbeziehung stehen. Das systemische Denken stellt folgende Fragen: Welche Voraussetzungen liegen dem Denken und Erleben zugrunde? Können diese Voraussetzungen verändert werden? Welche Möglichkeiten gibt es, diese Voraussetzungen zu hinterfragen? Aus der systemischen Beratung haben sich zwei Fragetechniken entwickelt: die zirkuläre Frage und die Wunderfrage. Die zirkuläre Frage unterstützt dabei, sich in einen anderen hineinzuversetzen und aus dessen Position eine Antwort zu entwickeln. Beispiel für solche eine Frage: „Welche Maßnahmen muss Ihr Chef ergreifen, um den Kollegen zur Mitarbeit zu motivieren?“ Die Wunderfrage wurde aus lösungsorientierten Ansätzen entwickelt und dient dazu, den Teilnehmer eine neue Perspektive seines Problems aufzuzeigen. Die Fragestellung soll weg vom eigentlichen Problem und Standardantworten zur Lösung führen („Angenommen, heute Nacht ist ein Wunder geschehen und das Problem ist beseitigt. Wie würdest du dich fühlen? Wer würde es merken, wenn das Wunder geschehen wäre?“).

Feedbackinstrumente

Die Selbstwahrnehmung eines Menschen entspricht häufig nicht dem Bild, das Außenstehende von ihm haben. Sie ist nicht nur geprägt durch den ersten Eindruck und das Verhalten, sondern auch durch die Beobachtung der Kommunikation der anderen Person und Informationen von anderen. Das Johari Fenster zeigt als Feedbackinstrument, dass das Einholen von Feedback von anderen mehr über das eigene Verhalten und die eigene und fremde Wahrnehmung erkennen lässt. Weitere Feedbackinstrumente sind die Mitarbeiterbefragung oder das 360°-Feedbacks.

Entscheidungsfindungsmethoden

Ständig stehen wir vor der Aufgabe, Entscheidungen fällen zu müssen; ob im Privatleben oder beruflich. Das fällt aber nicht jedem leicht. Bei einem Coaching gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Entscheidungsfindung zu verbessern. Eines davon ist eine Entscheidungsmatrix, die eine rationale Möglichkeit bietet, eine Entscheidung zu fällen. Mithilfe einer Matrix, in der meist nur positive Kriterien aufgeführt werden, wird hier nach dem Schulnotenprinzip bewertet, was die Prüfung der Alternativen erleichtert. Weitere Entscheidungsfindungsmethoden sind z. B. die Chancen Risiko Analyse oder ein Brainstorming mit anderen.

Persönlichkeits- und Karriereanalysen

Für die Persönlichkeitsanalyse stehen die verschiedensten Möglichkeiten zur Verfügung. Zumeist wird bei einem Coaching im Rahmen eines Persönlichkeitstests versucht, die Person richtig einzuschätzen, Stärken und Schwächen zu identifizieren. Das Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP) wurde speziell für das Recruiting entwickelt und kann die tatsächlichen Charaktereigenschaften einer Person ausloten und messen. Für eine Karriereanalyse werden nicht nur Tests herangezogen, sondern es wird darüber hinaus versucht, durch die Bestimmung der individuellen Stärken und Schwächen die ganz persönliche Eignung für definierte Tätigkeitsbereiche festzulegen und ggf. mit Maßnahmen zu fördern.

Es gibt natürlich noch eine Vielzahl weiterer Methoden für ein Coaching; darunter etwa Reflexionsanregungen, Transaktionsanalysen, Rollenspiele, videogestütztes Coaching u.v.m.. Mit welchem Methodenkoffer der gewählte Trainer arbeitet, darüber sollten Sie sich im Vorfeld ausreichend informieren, damit Sie sich für den richtigen Anbieter entscheiden, mit dem Sie Ihr Potential bestmöglich ausschöpfen können.

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