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Coaching - Supervision

Kurz erklärt:

Für die Supervision gibt es mehrere Definitionen. Die eine, aus dem Lateinischen stammend, bedeutet so viel wie „etwas von oben überblicken“, die andere, aus dem Englischen resultierend, so etwas wie „die Aufsicht führen“. Ebenso wie Coaching ist die Supervision ein Verfahren, das dazu dient, mit Hilfe von Gesprächen und anderen Methoden berufsbezogene Problemstellungen zu lösen. Während der Begriff Coaching ursprünglich aus dem Sport kam (Coach = Trainer), entwickelte sich die Supervision aus der Sozialarbeit. Beide Verfahren, das Coaching ebenso wie die Supervision, sollen helfen, Probleme anzunehmen und mit Hilfe des Coachs / Supervisors geeignete Lösungsstrategien und Alternativen zu entwickeln. In der Regel ist der Coach ein Spezialist für ein fremdes Berufsfeld und unterstützt Führungskräfte, Manager, Abteilungsleiter oder auch Nachwuchskräfte dabei, ihre Leistungen zu verbessern und die eigenen Leistungen und Tätigkeiten zu hinterfragen.

Für wen ist die Supervision geeignet?

Die Supervision richtete sich ursprünglich hauptsächlich an Angehörige von medizinischen, sozialen, pädagogischen und therapeutischen Berufen (Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Erzieher, Ärzte, Pflegepersonal, Psychotherapeuten, Lehrer, Pfarrer, etc.) und diente dazu, die Arbeitsqualität in sozialen Einrichtungen und Organisation zu verbessern. Erst in den letzten Jahren wird die Supervision zunehmend auch im wirtschaftlichen Bereich eingesetzt.

Die Möglichkeiten der Supervision

Die Supervision als qualifizierte Prozessberatung beruflichen Handelns wird zur Sicherung und Verbesserung der Qualität professioneller Arbeit eingesetzt. Sie nutzt dabei ebenso wie das Coaching die Analyse von Situationen aus dem beruflichen Alltag mit einer anderen Betrachtungsweise mit dem Ziel, die berufliche Handlungsfähigkeit zu optimieren und weiter zu entwickeln. Sie fördert ein tieferes Verständnis der Berufssituation bei den Beteiligten. Vereinfacht ausgedrückt kommt die Supervision überall da zum Einsatz, wo Menschen mit Menschen arbeiten und ganz besonders in den Bereichen, in denen der Arbeitserfolg von gelungenen Kooperationsbeziehungen zwischen Mitarbeiter/innen untereinander, in Interaktion mit Vorgesetzten oder zwischen Fachkräften und Kunden bzw. Klienten abhängt. Die Supervision achtet dabei besonders auf psychische, soziale und institutionelle Faktoren.

Welche Methoden kommen bei der Supervision und beim Coaching zum Einsatz?

Die Supervision soll Arbeitsvorgänge verbessern, indem mehr Professionalität und Reflexion darin vorkommen. Dabei sollen auch soziale und situative Probleme gelöst werden, die den Arbeitsvorgang erschweren und belasten. Es handelt sich dabei um einen systematischen Lern- und Arbeitsprozess, der eingesetzt wird, um:
  • mit Stress und beruflicher Überforderung besser umgehen zu können,
  • die Arbeitszufriedenheit zu steigern,
  • eigene Potenziale zu entdecken,
  • Teamkonflikte zu bewältigen,
  • eigene Ressourcen zu aktivieren,
  • die eigenen Handlungskompetenzen zu erweitern,
  • die persönliche Kooperations- und Konfliktfähigkeit zu stärken,
und eignet sich besonders für diejenigen, die eine Erweiterung ihrer beruflichen Handlungsfähigkeit anstreben. Dabei kann der eigentliche Grund für ein Coaching oder die Supervision sowohl ein bestimmter Anlass wie eine starke berufliche Belastungssituation sein als auch der Wunsch, eine Überlastung vorzubeugen. Der Ablauf einer Supervision kann individuell festgelegt werden. In der Regel gibt es beim Coaching wie bei der Supervision jedoch folgende Phasen:  
  • Situationsanalyse
  • Informationssammlung und Definition der Ziele
  • Bearbeitung der definierten Problemstellungen
  • Erarbeitung von Lösungsstrategien
  • Reflektion
  • Überprüfung der Zielerreichung
Die Supervision folgt dabei keinen einheitlichen Vorgaben; es kommen vielerlei Methoden und Techniken zum Einsatz. Welche genau gewählt werden, kommt zum einen darauf an, mit welchem Methodenkoffer der Supervisor arbeitet und zum anderen auf die persönliche Situation des Teilnehmers. Zur Verfügung stehen z. B. folgende Methoden: 
  • Gesprächstechniken (z. B. Aktives Zuhören, zirkuläre Fragen)   
  • Kommunikationstraining   
  • Rollenspiele   
  • Persönlichkeitsanalysen   
  • Reflexionsanregungen      
Durch Gespräche und den Einsatz spezieller Übungen und Methoden werden in der Supervision neue Perspektiven und Lösungsansätze aufgezeigt. Die verschiedenen Zusammenhänge und Strukturen werden genau analysiert und bei der Problemlösung mit einbezogen. Bei besonderen Belastungen, fehlenden Perspektiven oder organisationsbedingten beruflichen Ängsten kann die Supervision neue Lösungsansätze zum Vorschein bringen.

Die Zielsetzungen einer Supervision

Die Supervision dient der Qualitätssicherung im Arbeitsbereich und unterstützt den professionellen Umgang miteinander. Weitere Zielsetzungen für eine Supervision sind beispielsweise:
  • Erweiterung der persönlichen Kompetenzen
  • Steigerung der Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit
  • Stressbewältigung
  • Entwickeln des Eigenmanagements (Problemlösefertigkeiten, Lernfähigkeit)
  • Einüben zielgerichteten Verhaltens
  • Erhöhung der Berufszufriedenheit
Die Zielsetzungen sind dabei ähnlich wie beim Coaching. Wie beim Coaching ist der Supervisionsprozess darauf ausgelegt, in einem lösungsorientierten Ansatz die berufliche und persönliche Entwicklung zu fördern. Er wird vor allem dort sinnvoll und nutzbringend eingesetzt, wo es darum geht, effektive Arbeitsorganisation und verantwortungsbewusstes Handeln für einen optimalen Ablauf der Arbeit zu kombinieren. Er hat also die Professionalisierung des beruflichen Handelns und die Bewältigung von Belastungen im Zusammenhang mit dem beruflichen Alltag zum Ziel. Die Supervision nützt weiterhin der Personalentwicklung, der Erweiterung der Wahrnehmungsfähigkeit, der Persönlichkeitsentwicklung sowie dem professionellen Umgang mit Klienten und Kunden.

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